Kevin Boakye: Für Oleksandr Usyk ist der Kampf gegen Agit Kabayel nicht lukrativ!

Der Hamburger Profiboxer Kevin Boakye spricht im Interview mit Samira und Robert vom Boxpodcast über seine Ziele und wie er sie erreichen will. Im letzten Monat wurde bekannt, dass der Halbschwergewichtler einen mehrjährigen Promotionsvertrag bei Zuffa Boxing unterschrieben hat. Für den 27-Jährigen ist der Deal ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die internationale Spitze des Profiboxens. Gleichzeitig weiß Boakye, dass im modernen Boxgeschäft nicht nur sportliche Leistungen zählen. „Du musst auch vermarktbar sein“, sagt er – eine Realität, die vor allem im US-Boxmarkt eine große Rolle spielt.

Der Weg dorthin begann für Boakye im Amateurboxen. Dort konnte er zahlreiche Erfolge feiern und sich in der deutschen Nationalmannschaft einen Namen machen. Sein langfristiges Ziel war jedoch von Anfang an klar definiert: Er wollte Profi. „Ich habe angefangen zu boxen, um bei den Profis Weltmeister zu werden“, sagt er. Eine olympische Medaille hätte für ihn zwar Bedeutung, doch Boakye betont: „Für mich hat eine Olympiamedaille nicht so einen Wert wie eine Weltmeisterschaft bei den Profis.“

Heute ist er Vollprofi, arbeitet zusätzlich als Personaltrainer. Parallel dazu betreibt er einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem er Einblicke in sein Training und den Alltag eines Profiboxers gibt. „Ich bin immer im Training“, sagt er über sich selbst. Und sein Leben spielt sich derzeit zwischen zwei Kontinenten ab. Boakye lebt und trainiert sowohl in Hamburg als auch in Florida. Irgendwann möchte er dauerhaft in die USA auswandern.

Bei der WBC-WM am 23. Mai 2026 zwischen Schwergewichtschampion Oleksandr Usyk und Kickbox-Star Rico Verhoeven glaubt Boakye an einen vorzeitigen Sieg des Ukrainers. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass der deutsche Schwergewichtler Agit Kabayel sportlich eher einen Kampf gegen Usyk verdient hätte – auch wenn ein solches Duell wirtschaftlich weniger attraktiv wäre.

Foto: Zuffa Boxing; Bearbeitung: Boxpodcast

Boxpodcast 522 – Joe Joyce vs. Filip Hrgovic: Karriereende von Joyce?

Filip Hrgovic hat gestern Abend in der Co-op Live Arena in Manchester (England) seinen englischen Kontrahenten Joe Joyce nach Punkten besiegt. Nach zehn zermürbenden Runden sicherte sich der Kroate den WBO-International-Titel im Schwergewicht. Die Punktrichter werteten das Duell 97-93, 98-92 und 96-95 für „El Animal“. Joyce zeigte gute Nehmerqualitäten, doch musste insgesamt zu viele klare Treffer einstecken.

Hrgovic ist als Ersatzgegner für Dillian Whyte eingesprungen, der im Trainingscamp eine Handverletzung erlitten hatte. Damit meldete sich der 32-Jährige nach seiner vorzeitigen Niederlage gegen Daniel Dubois erfolgreich im Ring zurück. Für den

„Juggernaut“ Joyce war dies die vierte Niederlage im fünften Profikampf. Zuletzt unterlag er Derek Chisora nach Punkten. Der 39-jährige Joyce möchte seine Karriere dennoch fortsetzen und sagte gegenüber The Stomping Ground: „Ich bin immer noch bei Verstand, habe immer noch Spaß und es gibt immer noch viele gute Kämpfe da draußen.“

Rückblick:

Peter Kadiru vs. Osasu Otobo

Emanuel Odiase vs. Jakub Sosinski

Tina Rupprecht vs. Sumire Yamanaka

Nick Hannig vs. Mateusz Tryc

Julian Vogel vs. Milos Beranek

Viktor Vykhryst vs. Rydell Booker

Zhanibek Alimkhanuly vs. Anauel Ngamissengue

Bakhodir Jalolov vs. Ihor Shevadzutskyi

Joe Joyce vs. Filip Hrgovic

Richard Torrez Jr. vs. Guido Vianello

Tim Tszyu vs. Joseph Spencer

Vorschau:

Jaron Ennis vs. Eimantas Stanionis

News: 

Supermittelgewichtler Kevin Boakye-Schumann wird Vollprofi in den USA.

Sebastian Zbik wechselt vom Bundesstützpunkt Schwerin zum Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern (Abteilung Leistungssport).

Vincent Feigenbutz gibt sein Comeback am 26. April in Karlsruhe!

Einigung für EBU-EM zwischen Labinot Xhoxhaj und Mourad Aliev erzielt!

Fabio Wardley vs. Jarrell Miller steigt am 7. Juni in Ipswich (England).

Foto: Queensberry, Bearbeitung: Boxpodcast

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